Ein Konzept, das Schule macht

Die Marke „PlusBus“ ist Kennzeichen für ein verlässliches Fahrplanangebot auf Buslinien, die wichtige Orte mit Zugangspunkten zum Schienen-personennahverkehr verbinden – vertaktet und mit gut funktionierenden Umsteigebeziehungen. In der Umgebung des neuen Flughafens BER Berlin Brandenburg wurden zuletzt die 29. und 30. „PlusBus“-Linie im Land Brandenburg eingerichtet. Gleichzeitig besteht hier Potenzial für weitere Verbesserungen, um ein noch kundenfreundlicheres Angebot im öffentlichen Personennahverkehr zu schaffen.

Planmäßig – oder nicht ganz so planmäßig – ging am 31. Oktober der neue Flughafen BER Berlin Brandenburg in Betrieb. In der Gemeinde Schönefeld bei Berlin gab es Anfang August eine Pressekonferenz dazu, wie sich das Busangebot in der „Airport-Region“ im Zuge der Eröffnung des neuen Flughafens verbessern wird.

„Das Thema ÖPNV ist der Grund, weshalb ich heute vor Ihnen stehe“, begrüßte Christian Hentschel, Bürgermeister von Schönefeld, die Gäste. Die Einstellung von Fahrten und die Reduzierung von Busfahrplänen in der Gemeinde waren für ihn vor mehr als zehn Jahren der Grund, in die Kommunalpolitik zu gehen. Es waren andere Zeiten damals, kurz nach der Jahrtausendwende: Der Bevölkerungsrückgang und die „Abwanderung“ aus Berlin und Brandenburg hielten an, die Arbeitslosigkeit war hoch und die Eröffnung des neuen Flughafens BER sollte lange Zeit in weiter Ferne
bleiben. Vom bisherigen S-Bahn-Endpunkt und Regional-Halt am Bahnhof Flughafen Schönefeld (jetzt: BER Terminal 5) führte die ÖPNV-Fahrgäste vor allem ein Fußweg in das rund 800 Meter entfernt gelegene Gemeinde-zentrum – eine noch größere Entfernung als vom Ausgang des Bahnhofs
auf der anderen Seite zum bisherigen Flughafenhauptgebäude.
Busverbindungen zwischen Bahnhof, Gemeindezentrum und anderen Teilorten wurden nur sporadisch angeboten. Ohne Umsteigen und längere
Wartezeiten erreichte man auch nachmittags zur Hauptverkehrszeit manche Ziele nur in einer Richtung. Vor allem für älter und mobilitäts-eingeschränkte Fahrgäste war das ein nicht hinnehmbarer Zustand.
Diese Zeiten haben sich geändert: Neben einer insgesamt sehr positiven Bevölkerungsentwicklung in Berlin und dessen Umland zeigen sich die Wachstumseffekte des neuen internationalen Flughafens vor allem in der Gemeinde Schönefeld. Schon in den letzten 15 Jahren bis jetzt zur Eröffnung ist die Bevölkerungszahl in der Gemeinde und ihren Teilorten um gut ein Drittel angestiegen. Der neue Flughafen wird in der
Umgebung weitere Entwicklungsimpulse setzen und zur Erschließung neuer Wirtschaftsstandorte beitragen. weiter geht es hier

Quelle: Verbandszeitschrift Pro Bahn „derFahrgast“